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| HERBERT ROS Kennt die Bibel ein Lohndenken? | |||
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Wenn Leistung keine
angemessene Entlohnung erfährt, entstehen Spannungen, die oft zu
Konflikten führen. Der Kontrast zwischen den Armen und Reichen
wird dadurch nicht nur größer, sondern nimmt gefährliche
Ausmaße an. Jakobus beklagt dieses soziale Ungleichgewicht in
den ersten fünf Versen seines 5. Kapitels, und Johannes sieht in
Offenbarung 6:6 einen explosiven Mißstand voraus, der in der Endzeit
in bedrückender Weise eskaliert. Das sogenannte "Nord-Süd-Gefälle"
wirft seine ominösen Schatten über die alte Erde. In 1.Timotheus 6:1-2
macht der Apostel darauf aufmerksam, daß weder Arbeitnehmer noch
Arbeitgeber sich gegenseitig ausnützen sollen. Die gläubigen
Arbeitgeber sollen von ihren arbeitnehmenden Mitbrüdern nicht gering
geachtet werden, weil sie Brüder sind. Dabei steht es den gläubigen
Arbeitern gut an, wenn sie ihren Aufgaben mit Eifer nachkommen und der
Arbeitgeber-Bruder seine Mitarbeiter freundlich behandelt. Gegenseitige
Achtung und Wertschätzung sind die Schlüsselbegriffe für
ein harmonisches Arbeitsverhältnis, das auch dem Evangelium Ehre
macht. Es muß nicht
erneut gesagt werden, daß sich niemand den Himmel verdienen kann.
Werksgerechtigkeit ist out. Gnade und Glaube führen hier nicht
nur das Feld an, sondern sie besitzen das Monopol zur Seligkeit (Römer
3:22-24 und 28). Ich arbeite also nicht, um mir den Himmel zu verdienen,
sondern weil mir der Himmel in Christus geschenkt wurde, möchte
ich dadurch meine unaufhörliche Dankbarkeit in aller Demut bekunden.
Mein Lohn ist, daß ich darf! Das entspricht der biblischen Gesinnung.
Und Hebräer 11:6 sagt, daß Gott noch ein Übriges tut.
Wer ihm vertraut und glaubt, daß es ihn gibt und seinen Willen
sucht, den belohnt er, ohne einen Anspruch darauf zu haben. auch
geschrieben durch Herbert Ros
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