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Er
ist Licht
Ich bin gekommen, um der Welt ein Licht zu
sein, so daß jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleiben
muß. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Das ist
aber die Verdammnis, daß ein solches Licht in die Welt gekommen ist, aber
die Menschen auf der Erde liebten die Finsternis mehr als das Licht, weil
ihre Taten böse waren.
Jeder, der Böses tut, haßt das Licht und
bleibt dem Licht aus der Angst fern, daß seine Taten gesehen und verurteilt
werden. Aber die die Wahrheit tun, kommen freimütig an das Licht, damit
ihre Taten gesehen werden können, denn ihre Werke gefallen Gott. Glaubt
an das Licht, damit ihr Kinder des Lichts seid. Ihr gingt hinaus in die
Einöde, um Johannes den Täufer zu sehen, und er bezeugte die Wahrheit.
Er war ein brennendes und scheinendes
Licht, und ihr wolltet wenigstens für eine Weile fröhlich sein in seinem
Licht.
Aber ich habe ein größeres Zeugnis als das
des Johannes. Der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat vor allen Zeugnis
für mich abgelegt. Wer mir nachfolgt, soll nicht in der Dunkelheit tappen,
sondern das Licht des Lebens haben. Ich bin als Licht in die Welt gekommen,
daß jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleiben muß. Das
Licht wird vom Auge des Menschen aufgenommen. Wenn dein Auge nicht trüb
ist, wird auch dein ganzes Leben von diesem klaren Licht erfüllt sein.
Aber wenn du dein Auge dazu hergibst,
Böses zu sehen, wird auch dein ganzes Leben voller Finsternis sein. Wenn
schon das Licht, das in dir ist, Finsternis ist - oh, wie groß ist dann
diese Finsternis.
Glaubt an das Licht, solange ihr es habt,
damit ihr Kinder des Lichtes seid. Trifft es nicht zu, daß es jeden Tag
zwölf Stunden lang hell ist? Wenn ihr am Tag umhergeht, stolpert ihr nicht,
weil ihr das Licht dieser Welt seht.
Aber wenn ihr in der Nacht umhergeht, fallt
ihr über Hindernisse, weil kein Licht
euch leitet.
Das Licht ist nur noch eine kurze Zeit bei
euch. Geht vorwärts, solange ihr das Licht habt, sonst wird die Finsternis
plötzlich über euch kommen. Die in der Finsternis wandeln, wissen nicht,
wo sie hingehen.
Wenn ein Blinder einen Blinden führt, werden
beide in die Grube fallen.
Niemand wird eine Kerze, die er angezündet
hat, mit einer Vase bedecken oder sie unters Bett stellen; sondern ihr
stellt sie auf einen Kerzenhalter, so daß ihr oder eure Gäste sehen könnt,
wenn ihr das Haus betretet. Genauso
wenig zündet man eine Kerze an und stellt sie unter einen Korb; vielmehr
stellt man sie auf einen Kerzenhalter, und die Kerze wird so allen, die
im Haus sind, Licht spenden.
Erkennt ihr denn nicht, daß ihr das Licht
der Welt seid? Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen
sein. So laßt euer Licht vor allen
Leuten hell scheinen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater,
der im Himmel ist, preisen.
Denn es geschieht nichts im Geheimen, das
nicht schließlich doch aufgedeckt werden wird; noch gibt es etwas Verborgenes,
das nicht bekannt gemacht und überall verkündet werden wird.
Was ich euch im Geheimen zu sagen scheine,
sollt ihr öffentlich verkündigen, und was ihr hört, weil es der Geist
in euer Ohr flüstert, sollt ihr von den Dächern rufen.
Der Versorger
Er ist das Lebensbrot
Es steht geschrieben: Der Mensch soll nicht
vom Brot allein leben, sondern von jedem Wort, das aus dem Munde Gottes
stammt. Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, soll niemals hungern.
Verbraucht nicht eure ganze Energie,
nur um Nahrung zu bekommen, die verdirbt; richtet vielmehr euer Augenmerk
auf die Nahrung, die sogar bis zum ewigen Leben Bestand haben wird. Es
ist die Nahrung, die der Menschensohn euch geben will, denn Gott, der
Vater hat ihm diese Macht gegeben.
Ihr habt die Geschichte gehört, wie eure
Vorfahren Manna aßen, als sie in der Wüste waren; aber das ist nun schon
lange her, und sie sind tot. Mose konnte
euch nicht richtiges Brot vom Himmel geben, aber mein Vater bietet euch
echtes himmlisches Brot an.
Denn der ist das Brot Gottes, der vom Himmel
herabkommt und der Welt das Leben gibt. Ich bin das Brot des Lebens. Wenn
ihr zu mir kommt, werdet ihr nie wieder geistlich hungrig sein; und wenn
ihr an mich glaubt, werdet ihr nie wieder geistlich durstig sein.
Das ist also das Brot, das vom Himmel herabkommt,
damit ihr euch an geistlicher Nahrung satt esset und dadurch geistliches
Leben empfangt und nicht sterbet.
Jeder, der diese Art Brot ißt, wird ewig
leben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wenn
jemand von diesem Brot ißt, wird er ewig leben. Und das Brot, das ich
geben werde, ist mein Leben, das ich für das Leben der Welt hingeben werde.
Ich bin dieses Brot des Lebens, und
die Worte, die ich zu euch spreche, sind Geist und Leben.
Teil III
Das Reich Gottes
Seine Priorität
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und
seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen. Jedes Königreich,
das in sich gespalten ist, ist dem Untergang geweiht; und jede Stadt oder
jedes Haus, das in sich selbst uneins ist, wird nicht lange bestehen.
Wenn Satan Satan bekämpft, ist er mit
sich selbst uneins. Wie könnte denn dann sein Reich noch länger bestehen
bleiben?
Wenn ihr sagt, daß ich die Kraft Satans nutze,
um Teufel auszutreiben, durch welche Kraft treiben denn dann eure Kinder
sie aus? Laßt sie eure Richter sein. Aber wenn ich Teufel durch den Geist
Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes zu euch gekommen.
Denkt ihr, daß jemand in das Haus eines Starken
einbrechen könnte und sein Eigentum zerstören und sein Haus plündern,
wenn sie nicht zuerst den starken Mann gebunden haben? Ich
tue nichts durch Satans Macht, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr
entehrt mich.
Seht euch vor: Wenn ihr nicht für mich seid,
seid ihr gegen mich, und die, die nicht mit mir sammeln, werden sich vergeblich
bemühen. Achtet auf die Worte, die
ich sage. Das Reich Gottes wird von den Ungläubigen genommen und einem
Volk gegeben werden, das sich darum bemüht, Frucht hervorzubringen. Habt
ihr niemals in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen
haben, ist zum wertvollen Eckstein geworden. Das hat der Herr getan, und
es ist ein Wunder vor euren Augen. Jeder, der sich an diesem Stein stößt,
wird durch seine Wahrheit "zerbrochen" werden, und auf wen er
fällt, wird zu Pulver zermalmt werden.
Das Himmelreich gleicht einem Netz, das ins
Meer ausgeworfen wurde und alle möglichen Arten von Fischen fing.
Als es prall gefüllt war mit dem Fanggut,
fuhren die Fischer zum Strand, setzten sich hin, sammelten die guten Fische
in Körbe und warfen die schlechten weg. Habt
ihr je Mangel gehabt, als ich euch ohne materielle Güter oder Geld oder
Unterstützung ausgesandt habe, um den Menschen zu dienen?
Werden nicht zwei kleine Spatzen für ein
paar Pfennige verkauft? Dennoch kann keiner von ihnen zu Boden fallen,
ohne daß es euer himmlischer Vater weiß!
Sogar die Haare auf eurem Kopf sind gezählt.
Hört also auf, euch zu fürchten. Ihr seid
doch mehr wert als unzählige Scharen von Spatzen.
Seht euch die Vögel in der Luft an: Sie fliegen
nicht umher und machen sich Sorgen.
Sie bleiben nachts nicht lange auf, um zu
arbeiten oder ihre Zukunft zu planen. Euer himmlischer Vater kümmert sich
darum, daß sie zu essen haben. Merkt
ihr denn nicht, daß ihr genauso wie diese Vögel versorgt werdet? Wer von
euch kann denn durch geistliche Anstrengung auch nur einen Zentimeter
wachsen?
Und warum seid ihr ständig besorgt, was ihr
anziehen sollt? Seht euch die Lilien an, die wild auf dem Feld wachsen.
Ihr Wachstum geschieht ganz natürlich, ohne daß sie sich darum bemühen.
Sogar König Salomo war in seinem ganzen Prunk und seiner Herrlichkeit
nicht so schön gekleidet wie eine dieser Blumen. Wenn
Gott sich schon so sehr um das kümmert, was wild auf dem Feld wächst,
das heute hier ist und morgen ins Feuer geworfen wird, sollte er sich
nicht viel mehr um euch kümmern? Wie könnt ihr nur so wenig Glauben haben?
Hört deshalb auf, euch zu sorgen und zu sagen:
Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Wie können wir
genug Geld verdienen, um uns zu kleiden? (So denken die Ungläubigen, die
immer besorgt sind.) Entspannt euch
doch! Euer himmlischer Vater weiß, daß ihr all diese Dinge (und noch mehr)
benötigt.
Trachtet vielmehr nach dem Reich Gottes und
seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen. Macht euch keine
Sorgen wegen dem morgigen Tag, denn das Morgen wird für sich selbst sorgen.
Es gibt doch wirklich genug, das euch tagtäglich beschäftigt, ohne daß
ihr euch auch noch ständig wegen der Zukunft Sorgen macht.
Nicht jeder, der zu mir sagt: 'Herr, Herr',
wird in das Himmelreich eingehen. Hört euch diese Geschichte an: Niemand
wird ein neues Stück Stoff auf ein altes, schon zerfallendes Kleidungsstück
nähen, denn das neue Stück, das eingesetzt
wird, um das alte zu verdecken, wird den alten Stoff einfach auseinanderreißen,
und der Riß wird dann nur noch schlimmer sein.
Genausowenig füllt ihr neuen Wein in alte
Weinflaschen. Selbstverständlich würdet ihr besorgt sein, daß die alten
Flaschen zerspringen, der neue Wein auslaufen und ihr eure Geldanlage
verlieren würdet. Stattdessen füllt ihr neuen Wein in neue Flaschen, und
beides bleibt erhalten.
Wenn du spät in der Nacht an die Tür eines
der angesehensten Bürger deiner Stadt kommst, und die Tür bereits abgeschlossen
ist, und wenn du dann draußen stehst, anklopfst und sagst: (tm)ffne die
Tür, ich möchte hereinkommen, so wird er antworten: Geh' weg, ich weiß
nicht, wer du bist.
Wenn du dann beginnst, dich zu beschweren
und zu sagen: Wir haben mit dir zusammen gegessen und getrunken, und du
hast in unseren Straßen gelehrt, so wird er dennoch sagen: Ich sage dir
doch, ich kenne dich nicht; verschwinde, Missetäter.
So wird auch nicht jeder, der zu mir 'Herr,
Herr' sagt, in das Himmelreich eingehen; sondern die, die den Willen meines
Vaters im Himmel tun.
Viele werden am Tage des Gerichts zu mir
sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Und in
deinem Namen Teufel ausgetrieben? Und in deinem Namen viele wunderbare
Werke getan?
Und dann werde ich ihnen sagen müssen:
Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir, ihr, die ihr Unrecht tut.
Wer sich in dieser ehebrecherischen und bösen
Generation meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Menschensohn
schämen, wenn er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln
wiederkommt.
Sein Reichtum
Ein Oberer der Stadt fragte ihn: Guter Meister,
was soll ich tun, um ewiges Leben zu ererben? Und Jesus sagte zu ihm:
Warum nennst du mich gut? Keiner ist gut, außer einem, und das ist Gott.
Du kennst die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht stehlen. Du sollst kein falsches Zeugnis abgeben. Ehre
deinen Vater und deine Mutter.
Und der Oberste sagte: Das alles habe ich
seit meiner Jugend gehalten.
Als Jesus das hörte, sage er: Eines fehlt
dir immer noch. Verkaufe alles, was du hast, und gib es den Armen, und
du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach. Und
als der Oberste das hörte, war er betrübt, denn er war sehr, sehr reich.
Jesus sah dies und war sehr traurig...
Ein guter Mensch bringt aus dem guten Schatz
seines Herzens gute Dinge hervor, und ein böser Mensch bringt aus dem
bösen Schatz seines Herzens böse Dinge hervor.
Ihr seid das Salz der Erde: Aber wenn das
Salz seine Würze verloren hat, kann es dann wiederum salzig werden? Es
ist zu nichts nütze, als nur hinausgeworfen und unter den Füßen zertreten
zu werden. Wie beinahe unmöglich ist
es doch für die, die Reichtümer besitzen, ins Reich Gottes einzugehen!
Es ist einfacher für ein Kamel, durch ein
Nadelöhr zu gehen, als für einen reichen Mann, ins Reich Gottes zu gelangen.
Dennoch sind die Dinge, die für Menschen
unmöglich sind, bei Gott möglich. Das
Himmelreich gleicht einem Schatz, der in einem Feld vergrabgen ist. Wenn
ihn jemand eines Tages findet, deckt er ihn wieder mit Erde zu und geht
glücklich hin und verkauft alles, was er besitzt. Und dann kauft er den
Acker, in dem der vergrabene Schatz liegt.
Das Himmelreich könnte man auch mit einem
Kaufmann vergleichen, der nach der vollkommenen Perle sucht. Wenn er schließlich
solch eine Perle findet, geht er und verkauft alles, was er hat, und kauft
sie.
Denn alle, die ihr Leben retten wollen, müssen
es verlieren, und alle, die bereit sind, ihr Leben um meinetwillen zu
verlieren, werden es finden. Tretet
deshalb durch das enge Tor ein, denn ausgetreten ist der Pfad und breit
ist der Weg, der geradewegs in die Verdammnis führt, und viele gehen durch
dieses Tor.
Aber das Tor ist eng und der Weg ist schmal,
der zum Leben führt, und es sind wenige, die ihn finden. Habt
darauf acht, daß ihr euer Opfer nicht vor Zuschauern darbringt, um von
ihnen gesehen zu werden. Denn das wird von eurem Vater im Himmel nicht
belohnt werden.
Wenn ihr eure Opfer bringt, so posaunt es
nicht hinaus, wie es die Heuchler in den religiösen Versammlungen und
auf den Straßen tun, damit sie Beifall erhalten. Wahrlich, sie haben ihre
Belohnung schon.
Sondern wenn ihr eure Opfer bringt, so laßt
eure linke Hand nicht wissen, was eure rechte Hand tut: So gebt ihr im
Stillen und im Verborgenen, und euer himmlischer Vater, der solche Dinge
sieht, wird euch vor allen belohnen.
Häuft euch keine Schätze auf Erden an, wo
sie doch die Motten und der Rost vernichten und Diebe einbrechen und stehlen.
Sammelt eure Schätze vielmehr im Himmel,
wo weder Motten noch Rost sie zerstören und keine Diebe einbrechen und
sie stehlen können. Wo euer Schatz
ist, da ist auch euer Herz.
Seine Religion
Sie lehnen das Gebot Gottes ab, damit sie
an ihrem
Aberglauben festhalten können. Seid
wachsam und nehmt euch vor den Gedanken der religiösen Menschen in acht.
Nehmt euch vor falschen Propheten in
acht, die in Schafspelzen zu euch kommen, innen aber reißende Wölfe sind.
Sie beten mich vergebens an, denn sie
lehren Gebote, die in Wirklichkeit nur menschliche Forderungen sind. Sie
befolgen die abergläubischen Lehren von Menschen und werfen Gottes Gebote
über Bord.
Sie folgen ihrem eigentlichen Führer, dem
Teufel, und tun, was er will. Er war ein Mörder von Anfang an und hat
nie die Wahrheit gesagt, weil keine Wahrheit in ihm ist. Er ist ein Lügner
und der Vater der Lüge.
Solche Diebe kommen nur, um zu stehlen, zu
morden und zu zerstören. Aber ich bin
gekommen, daß ihr Leben habt - erfülltes und überfließendes Leben.
Eine böse und ehebrecherische Generation
fordert lauthals ein Zeichen, aber es wird kein Zeichen gegeben werden,
außer dem Zeichen des Propheten Jona. Erinnert
ihr euch, wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des Wales verbrachte?
So wird auch der Menschensohn drei Tage und drei Nächte in der Erde begraben
sein.
Eines Tages werden die Menschen von Ninive
im Gericht über diese Generation auftreten, und sie werden sie verdammen:
Sie taten nämlich nach der Predigt des Jona Buße, und jetzt ist ein größerer
als Jona unter euch.
Die Königin des Südens wird im Gericht über
diese Generation auftreten und sie verdammen, denn sie kam von weit her,
um die Weisheit Salomos zu hören und siehe: Vor euch steht einer, der
größer als Salomo ist.
Wenn es Abend ist, sagt ihr: Morgen gibt
es gutes Wetter, denn der Himmel ist rot gefärbt. Und morgens sagt ihr:
Es wird heute schlechtes Wetter geben, denn der Himmel ist rot und verhangen.
Ihr Heuchler! Ihr könnt so treffend das Wetter vorhersagen. Könnt ihr
nicht auch die Zeichen der Zeit erkennen?
Ich sage euch: Viele werden aus dem Osten
und dem Westen herkommen und sich im Himmelreich mit Abraham und Isaak
und Jakob niedersetzen.
Aber die Kinder, die nicht zu diesem Reich
gehören, werden in die äußerste Finsternis hinausgeworfen werden. Dort
wird Weinen und Zähneknirschen sein. Wenn eure Gerechtigkeit nicht die
Scheinfrömmigkeit der sogenannten religiösen Experten übertrifft, dann
werdet ihr niemals ins Himmelreich kommen.
Wehe euch, ihr falschen religiösen Leiter
und Lehrer, ihr Heuchler! Denn ihr verschließt die Türen zum Himmelreich
und versperrt denen, die wirklich hineinwollen, den Weg. Ihr selbst werdet
nicht hineingehen, und zu alledem versperrt ihr auch noch denen den Weg,
die sich sehnlich wünschen, hineinzukommen.
Wehe euch, ihr falschen Führer und Lehrer,
ihr Heuchler! Ihr stehlt den armen Witwen alles, und um eure eigentlichen
Beweggründe zu verbergen, verrichtet ihr lange, fromme Gebete. Dafür werdet
ihr verdammt werden. Ich gehe meinen
Weg, und ihr werdet mich suchen und in euren Sünden sterben, denn dorthin,
wo ich gehe, könnt ihr nicht kommen.
Ihr rechtfertigt euch selbst vor euren Gemeinden,
aber Gott kennt eure Herzen; denn das, was von den Menschen noch geschätzt
wird, ist in den Augen Gottes ein Greuel. Wenn
ich mich selbst ehre, ist meine Ehre nichts wert. Der Vater selbst ehrt
mich, eben derjenige, von dem ihr sagt, daß er euer Gott ist. Ihr habt
ihn noch nicht erkannt, aber ich kenne ihn. (Wenn ich sage: Ich kenne
ihn nicht - wäre ich ein Lügner wie ihr.) Ich kenne ihn und halte seine
Gebote und tue, was er sagt.
Forscht in der Schrift, denn ihr glaubt in
ihr ewiges Leben zu haben, und sie zeugt tatsächlich von mir. Dennoch
wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr das Leben habt. Ich
nehme keine Ehre von Menschen. Aber ich kenne euch und weiß, daß ihr die
Liebe Gottes nicht in euch habt.
Ich bin im Namen meines Vaters gekommen,
und ihr habt mich nicht angenommen; aber wenn jemand anderes in seinem
eigenen Namen kommt, so werdet ihr ihn an meiner statt annehmen. Wie könnt
ihr glauben, die ihr die Anerkennung eurer Mitmenschen so sehr wünscht
und nie die Ehre, die von Gott allein
kommt, sucht?
Wehe euch, ihr Lehrer und falschen Führer,
ihr Heuchler! Denn ihr durchreist Land und Meer, um einen Nichtjuden zu
gewinnen, und wenn diese Person gewonnen ist, macht ihr sie zu einem schlimmeren
Kind der Hölle, als ihr es selbst seid. Wehe
euch, ihr blinden Leiter, die ihr sagt, daß der Tempel unwichtig, das
eigentliche Wichtige der Schatz des Tempels sei.
Ihr Narren und Blinden! Was ist denn größer:
das Gold des Tempelschatzes oder der Tempel selbst, der das Gold heiligt?
Und ihr sagt, daß der Altar nicht wichtig
sei, sondern die Gabe, die auf ihm liegt, sei wichtiger.
Ihr Narren und Blinden! Was ist denn größer:
die Gabe auf dem Altar oder der Altar, der die Gabe heiligt?
Wer den Altar ehrt, ehrt ihn und alle Dinge
auf ihm. Und wer den Tempel ehrt, ehrt ihn und alles, was in seinen Mauern
ist. Und die, die den Himmel ehren, ehren den Thron Gottes und den, der
darauf sitzt.
Wehe euch, ihr falschen Lehrer und falschen
Führer, ihr Heuchler! Denn ihr gebt sogar von der Minze und anderen Gewürzen,
die vor eurem Haus wachsen, den Zehnten, aber gleichzeitig habt ihr die
schwerwiegenderen Aussagen des Gesetzes vergessen: das Gericht, die Barmherzigkeit
und den Glauben. Die sind die Dinge, um die ihr euch hättet kümmern sollen.
Ihr blinden Führer, wahrscheinlich würdet ihr an einer Mücke ersticken
und ein Kamel dagegen verschlucken.
Wehe euch, ihr falschen Lehrer und falschen
Leiter, ihr Heuchler! Denn ihr säubert wohl das Zußere von Tasse und Schüssel,
innen aber sind sie voll Wucher und schmutziger Ausschweifung. Ihr
blinden Lehrer! Kümmert euch zuerst um den Schmutz, der in Tasse und Schüssel
ist, dann wird auch das ußere sauber sein.
Wehe euch, ihr falschen Lehrer, ihr Heuchler!
Denn ihr seid genauso wie weißgetünchte Gräber, die von außen schön aussehen
können, aber innen sind sie voll Tod und Knochen der Toten.
Genauso erscheint ihr den Leuten gerecht,
aber in euch ist nichts als Heuchelei und Unrecht. Wehe euch, ihr Leiter,
ihr Heuchler! Denn ihr errichtet den Propheten Grabstätten und legt Blumen
auf die Gräber der Gerechten und sagt: Wenn wir zur Zeit unserer Vorfahren
gelebt hätten, dann hätten wir es niemals zugelassen, daß das unschuldige
Blut der Propheten vergossen wird.
Seid doch eure eigenen Zeugen: Ihr seid die
Kinder jener, die die Propheten töteten und ihr übertrefft die Taten eurer
Vorfahren sogar noch. Ihr Schlangen
und Otternbrut! Wie könnt ihr der Verdammnis der Hölle je entgehen?
Siehe, ich werde Propheten zu euch senden
und weise Männer und Lehrer: Einige von ihnen werdet ihr töten und kreuzigen,
einige werdet ihr schlagen und sie von einer Stadt in die nächste verfolgen.
Ihr Heuchler, Jesaja hatte recht, als
er von euch weissagte: Dieses Volk nähert sich mir mit seinem Mund und
ehrt mich mit seinen Lippen; aber sein Herz ist fern von mir. Sie beten
mich vergebens an, weil sie Gebote von Menschen lehren.
Oh, du Generation von Lügnern! Wie könnt
ihr Gutes reden, die ihr doch böse seid? Der Mund spricht ja das aus,
womit das Herz gefüllt ist. Und wer
sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer sich aber demütigt, wird
erhöht werden.
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