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Jesu Selbstzeugnis

An einem der Festtage kam eine Abordnung von Leuten aus Griechenland und sprach: Wir wollen Jesus sehen. Die Zeit ist gekommen, daß der Menschensohn geoffenbart und verherrlicht werden soll. Ich suche nicht meine eigene Herrlichkeit, aber es gibt einen, der sucht und richtet.

Wer nur von seinen eigenen Vorstellungen spricht, sucht seinen eigenen Ruhm; aber derjenige, der die Anerkennung des, der ihn gesandt hat, sucht, der ist wahrhaftig, und in ihm ist keine Ungerechtigkeit. In euren irdischen Gesetzen steht geschrieben, daß die Aussage zweier Zeugen wahr ist. Ich lege Zeugnis von mir selbst ab, und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt auch von mir. Ich weiß, daß das Zeugnis, das er mir gegeben hat, wahr ist. Ich brauche nicht die Anerkennung irgendeines Menschen hier auf Erden. Ich sage euch dies, damit ihr Glauben habt, zu vertrauen und verändert zu werden.

Jesu Anweisungen

Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt. Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, zieht ihn, und ich werde diesen Menschen am letzten Tag auferwecken. Alle, die mir mein Vater gibt, sollen zu mir kommen, und keinen, der zu mir kommt, werde ich in irgendeiner Art und Weise zurückweisen.

Wenn mir jemand nachfolgen will, der soll sich selbst und seine Pläne aufgeben; er soll das Kreuz aufnehmen und mir nachfolgen. Fogt mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. Folge mir nach. Glaubt ihr, weil ich euch solche Dinge gesagt habe? Hört her, ihr werdet sogar noch größere Dinge als diese sehen.

Ihr habt mich nicht erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, daß ihr hingeht und gute Frucht hervorbringt und daß eure Frucht bleibe.

Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe: Kehrt um und glaubt an das Evangelium. Wenn ihr hingeht, so predigt und sagt: Das Himmelreich ist nahe.

Heilt die Kranken, reinigt die Aussätzigen, weckt die Toten auf, treibt Dämonen aus. Denkt daran, was ich euch gesagt habe: Umsonst habt ihr dieses Leben empfangen, so gebt es auch umsonst weiter.

Wenn jemand von euch mir dienen will, der folge mir nach, und wo ich hingehe, da wird er auch sein.

Jesu Diener

Wer unter euch der Angesehenste sein möchte, der muß zuerst aller Diener werden. Wer nicht gegen uns ist, ist für uns.

Ihr wißt doch, wie jede Regierung sich aus Regierungsoberhäuptern und Beamten zusammensetzt, aus einer Rangfolge vom Herrscher bis hinab zum niedrigsten Angestellten, und einer übt Vollmacht über den anderen aus. Aber ich sage euch, daß es bei den Kindern des Reiches Gottes völlig anders ist: Wer unter euch angesehen sein möchte, soll zuerst euer Diener sein.

Und wer unter euch der Größte sein will, der soll zuerst aller Diener sein. So ist auch der Menschensohn nicht gekommen, damit er bedient und gefeiert werden würde, sondern um zu dienen und sein Leben als ein Lösegeld für viele zu geben.

*

Wer von euch, der vorhat, einen Turm zu bauen, setzt sich nicht zuerst hin und überschlägt die Kosten, um sich zu vergewissern, daß er genug Geld hat, seinen Plan auch auszuführen?

Wenn du aber nicht in der Lage bist, den Turm zu beenden, nachdem unglücklicherweise schon das Fundament erstellt worden ist, dann beginnen alle, die zusehen, sich über dich lustig zu machen und zu lachen. Sie werden sagen: Dieser hat zu bauen angefangen, aber jetzt kann er den Bau nicht vollenden.

Oder könnt ihr euch einen großen König vorstellen, der Vorbereitungen trifft, sein Reich gegen eine einfallende Armee zu verteidigen, ohne daß er sich zuerst mit seinen militärischen Beratern zusammensetzt, um sich zu beraten, ob seine zehntausend Mann den Sieg über die zwanzigtausend Mann des fremden Königreiches erringen können?

Wenn die Antwort 'nein' lautet, so wird er schnell Boten dem sich nähernden Feind entgegensenden und versuchen, Frieden auszuhandeln, bevor der große Kampf beginnt. So ist es auch mit euch: Wenn ihr nicht bereit seid, die Kosten zu überschlagen und alles zu opfern, könnt ihr nicht wirklich meine Nachfolger sein.

Verkauft, was ihr habt, und gebt eure Gaben den Armen, und indem ihr das tut, werdet ihr euch einen Schatz im Himmel ansammeln, der seinen Wert niemals verliert, und wo es die Sorgen wegen Dieben und Inflation nicht gibt. Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. Strengt euch an, durch das Tor hindurchzugehen, das zum Leben führt; viele werden eines Tages plötzlich ihren Weg ändern und auf den rechten Weg gehen wollen, und es wird zu spät sein.

Keiner von euch kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen. Wenn ihr nicht für mich seid, so seid ihr gegen mich; und die, die nicht mit mir sammeln, die zerstreuen.

Aber ich habe euch diese Dinge gesagt, daß ihr euch zur gegebenen Zeit daran erinnert, daß ich davon zu euch geredet habe. Wahrlich, diejenigen unter euch, die mir aus dieser Generation nachgefolgt sind, werden eines Tages auf Thronen sitzen und die Königreiche richten und jene, die es abgelehnt haben, diese wahrhaftigen Worte zu hören.

Wer von dieser ehebrecherischen und sündigen Generation sich meiner und meiner Worte schämt, dieses Menschen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln kommt. Wenn ihr in meinem Wort bleibt, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger. Diese Dinge habe ich zu euch gesagt, daß meine Freude in euch bleibe und daß eure Freude vollkommen sei. Wer den Menschen aufnimmt, den ich mit dieser Botschaft aussende, nimmt auch mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt auch den auf, der mich gesandt hat.

*

Die Scheinheiligen entwerfen Regeln und Verordnungen, seid nicht so wie sie. Sie rühmen sich aller ihrer Gebote und befolgen doch kein einziges davon. Sie legen schwere Lasten auf die Schultern ihrer armen Anhänger, aber sie selbst unternehmen nicht die kleinste Anstrengung, um einem dieser Gebote nachzukommen.

Sie tun alle ihre Werke, um von euch dabei gesehen zu werden. Sie tragen ausgefallene Kleider und entwerfen Götzenbilder und kunstvolle Gefäße. Sie lieben es, an den Ehrentischen und in der ersten Reihe zu sitzen. Sie lieben es, 'Verehrter' und 'gelehrter Meister' genannt zu werden.

Aber ihr sollt euch nicht 'Verehrter' oder 'gelehrter Meister' nennen lassen; denn es gibt einen Herrn, nämlich Christus, und ihr, die ihr glaubt, seid seine Brüder und Schwestern. Laßt euch auch nicht 'Meister' nennen, denn einer ist euer Meister, nämlich Christus. Und der Größte unter euch sei euer Diener.

*

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen; und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, so wie ein Hirte seine Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke dagegen zu seiner Linken.

Dann wird der König zu denen, die zu seiner Rechten stehen, sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, tretet euer Erbe an: das Königreich, das für euch schon seit Grundlegung der Welt bereitet ist. Denn ich war hungrig, und ihr habt mir Nahrung gegeben; ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken; ich war ein Fremder, und ihr habt mich beherbergt. Ich war nackt, und ihr habt mich gekleidet; ich war krank, und ihr habt euch um mich gekümmert; ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.

Dann werden die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dich gespeist? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Wann haben wir dich als Fremden gesehen und dich beherbergt? Oder nackt und dir Kleidung gegeben? Oder wann haben wir dich krank gesehen und uns um dich gekümmert? Oder im Gefängnis und sind dich besuchen gekommen? Und der König wird antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem der Geringsten von diesen getan habt, habt ihr mir getan.

Aber zu denen zu seiner Linken wird der König sagen: Weg von mir! Denn ich war hungrig, und ihr habt mir keine Nahrung gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken angeboten. Ich war ein Fremder, und ihr habt mich nicht beherbergt; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleider gegeben; ich war krank, und ihr habt euch nicht um mich gekümmert; ich war im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.

Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremden oder nackt oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht gedient? Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: was ihr nicht einem der Geringsten von diesen getan habt, habt ihr auch mir nicht getan. Und diese werden in die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben.

*

Ihr nennt mich Meister und Herr, und ihr habt recht, denn das bin ich. Wenn also ich, euer Herr und Meister, bereit bin, euer niedrigster Diener zu sein, dann solltet auch ihr bereit sein, einander zu dienen. Denn ich habe euch ein Beispiel gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe.

Hört zu, wenn ich zu euch sage: Der Diener ist nicht größer als der Herr; genauso ist auch der, der gesandt wurde, nicht größer als der, der ihn gesandt hat. Wenn ihr diese Dinge erkannt habt, so seid ihr glücklich zu schätzen, wenn ihr sie tut.

Jesu Fürsorge

Diese Worte sprach Jesus und erhob seine Augen zu Himmel und sprach... Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn auf daß dich dein Sohn auch verherrliche. Du hast ihm ja Macht über all die Völker gegeben, auf daß er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben gebe, und darin besteht das ewige Leben, daß sie dich, den einzigen wahren Gott, erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast. Ich habe dich auf Erden verherrlicht. Ich habe die Aufgabe, die du mir gegeben hast, erfüllt.

Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, noch bevor die Welt bestand. Ich habe deinen Namen den Nachfolgern offenbart, die du mir von der Welt gegeben hast: Es waren deine Nachfolger, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort behalten.

Nun wissen sie, daß alle Dinge, die du mir gegeben hast, von dir allein kommen. Denn ich habe ihnen die Worte, die du mir gegeben hast, gegeben, und sie haben sie angenommen und haben wirklich erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und glauben, daß du mich gesandt hast.

Ich bitte für sie, ich bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast, denn sie sind wirklich dein. Und alles, was mir gehört, gehört auch dir, und alles, was dir gehört, gehört mir, und ich bin in ihnen verherrlicht. Und nun bin ich nicht mehr in der Welt, aber diese sind in der Welt, und ich kehre zu dir in den Himmel zurück.

Heiliger Vater, erhalte die, die du mir gegeben hast, in deinem Namen, daß sie eins sind, wie wir eins sind.

Solange ich mit ihnen in der Welt war, habe ich sie in deinem Namen erhalten: Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren, außer dem Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt würde. (Er sprach von Judas.)

Und nun kehre ich zu dir zurück, und ich sage diese Dinge in der Welt, damit sie meine Freude in vollem Maße in sich haben. Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin. Ich bitte nicht darum, daß du sie von der Welt nimmst, sondern daß du sie vor dem Bösen bewahrst.

Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit. Wie du mich in die Welt gesandt hast, sende ich sie auch in die Welt. Und ich heilige mich selbst für sie, damit sie auch in der Wahrheit geheiligt sind. Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für jene, die durch das Zeugnis, das sie von mir ablegen, an mich glauben werden.

Ich bitte, daß sie alle eins sind, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir; daß sie auch in uns eins sind, damit die Welt glaubt, daß du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, damit sie eins seien, so wie wir eins sind: Ich in ihnen und du in mir, daß sie völlig eins werden, und daß die Welt erkennt, daß du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst.

Vater, ich will, daß die, die du mir gegeben hast, auch dort sind, wo ich bin, daß sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Denn du hast mich vor Grundlegeng der Welt geliebt. Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht, aber ich kenne dich, und diese erkennen nun, daß du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde es auch weiterhin tun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Amen, so sei es.

 
 


 

 
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